==============================================================================
"Das total verrückte T.E.C.H.N.O.L.E.X.I.K.O.N." - Teil S@X: POP-HOUSE (1996)
==============================================================================

DJ Pierre?In diesem Teil geht es um die poppige Variante des House! (Zu den Anfängen siehe -> CHICAGO-HOUSE!) Warum heißt der Kram eigentlich "Pop House"? Haben wir in den ersten 3 Teilen dieser informativen Schriftreihe nicht gelernt, daß echter House gerade OHNE Popstrukturen (Gesang + Strophe) auskommt? House ist doch eigentlich vor allem Funk, Soul, R’n’B... oft "sehr retro", "sehr d.i.s.c.o." und "sehr vocallastig" - sagen wir ruhig: eine Fortführung von DISCO mit anderen Mitteln! Die "weiße Housevariante" (um 1996 n.Chr.), aber, stranguliert, verwässert und ersäuft die Songs, um dann mit "gutem sauberen, poppigen Mist" die Dancefloors aufzumischen. (Gilt nicht für alle... und vor allem nicht für PROGRESSIVE HOUSE, siehe unter -> MINIMALISMUS!)

Wir alle wissen vom Elend der Dance-/ Soul-/ Funk-/ House-/ Pop-Musik! "IM JAHRE 10" nach DJ Pierre und Felix da Housecat bietet sich dem housigen Musikliebhaber ein trauriges Bild, wenn er dummerweise mal seine Glotzkiste anschmeißt... für MoneyTeeVieh-Gaffer(innen) muß vor allem die Optik stimmen!

Boris Dlugosch? Eine gute Soulsängerin ist aber meistens ein fetter, voluminöser Fleischkloß - und kein spindeldürres Sahnehäubchen; DAS hat uns die Musikgeschichte eindrucksvoll gelehrt! Doch die doofen Wie-Deo-Klipp-Produzent(innen) kümmert sowas nicht im Geringsten: "SEX SELLS!"... welches, frage ich, welches welches welches zarte TV-Model kann schon in ihre Lungen das gesamte (!) Universum saugen, um es kurze Zeit später wieder geräuschvoll herauszulassen? Nicht ohne Grund jammern viele Musikliebhaber deshalb: "Iiiiih, da ist Gesang drin, das mag ich nicht!" (... klagt Boris Dlugosch, deutsche Houselegende)

Na gut, "die Ousenahme bestätigt bekanntlich die Regel"... heißt in unserem Falle Barbara Tucker und soll in der Schule noch ein "schwabbliges, häßliches Entlein" gewesen sein! In ihrem Song "I Get Lifted" verrät sie ihren Bewunderern das Geheimnis, wie sie es schaffte, nun zu den "Bjutifull Piepells" zu zählen... für mich war Bessie Smith nichtsdestotrotz tausend Mal b.e.s.s.e.r. UND s.c.h.ö.n.e.r. UND überhaupt, Ihr Ignorant(inn)en... basta!

Eibi? Zehn Jahre nach Chicago-House kam es also mit der (zumeist) poppigen Variante zu einem wahren House-Boom! DER House-Sommerhit des Jahres 1995 hieß wohl "Ei-Bi-Lief" (Wer zum Teuffel ist Eibi? Und wo lieff er?) von Teenieschwarm Kälwinn Rotähn. Dabei hatte der "sympathische Rotschopf" (Zitat aus einem Teenie-Pflichtblatt!) vorher durchaus besseres zustande gebracht als diese kreative Mißgeburt. Zahlreiche Remixe verhunzten ("verschlimmbesserten") den Titel schließlich für die Popp-Tschartz... autsch!

Gequääääääälte Klageschreiiiiiie! ("Brunftschreie kastrierter Elche" sage ich bewußt NICHT - sogar den beliebten Vergleich mit der "strangulierten Krähe" schenke ich mir hier -, denn so steht es in JEDER seriösen Rezension über derartige Kommerz-House-Machwerke geschrieben...) Und leider bot dieser Titel Anlaß für so manche noch miserablere Kopie! Fragt mal Euren CD-Verleiher...

Schummel-Schumi? Kommen wir nun zu erfreulicheren musikalischen Ergebnissen: ein Brite schießt sicherlich in diesem Jahr den Vogel ab (... und heißt auch noch so!): bei ihm trällert, ziept und zwitschert es nur so zur hellen Freude verwöhnter Ästhet(inn)en! Knurrt mein Magen, gurrt da eine "phatte Toube" auf dem Fenstersims? Fehlanzeige! "Bite’n’Scrääääääääätch" vom genialen Cristian ist’s. Und ehe der Lektor voreilig den Namen korrigiert... er wird wirklich ohne "h" geschrieben! So wie das heutige Thema eben strictly "ouse" loutet!

Und noch ein "Haileid" möchte ich nicht unerwähnt lassen: der Namensgefährte eines ehemaligen Formel 1-Weltmeisters (... ich meine "Schummel-Schumi"...) führte im Sommer 1996 den Kampf gegen kastrierte, stubenreine "Housemannskotz" an: "F.I.C.K.E.N." hieß seine erfrischende Scheibe, die vor allem EINES klarstellte: ein Kater ist ein Kater ist ein Kater ist ein... ("Of course, of course!")

Nur ein kleiner Wermutstropfen am Rande: "Einzelnamen nicht bekannt", schrieb mir kürzlich ein Adelshofener Musikliebhaber, der mir die heißbegehrte "F@#;!n"-Maxi freundlicherweise überspielt hatte. Meine Damen und Herren: wir bitten noch einmal ausdrücklich um Ihr Verständnis! Ein echter "House"-Kater schweigt... und genießt!!!

$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$
$$   " A m t l i c h e r   N  a  c  h  t  r  a  g  " :  
$$------------------------------------------------------- Er Rofesso(h)r!
$$ Unerträglich auch die bescheuerten Wortspiele,  
$$ die bis heute kein Ende nehmen wollen:               
$$ Housefrau, Housefreund, Housedurchsuchung,           
$$ Housebesetzer, Housefriedensbruch, Houseverbot...    
$$ Housenummer, Houseordnung, Housemeister,             
$$ Househälterin, Housegemeinschaft, House-        
$$ aufgaben...                                          
$$ Housearzt, Housemittel, Housemannskost               
$$ oder Houseschlachtung (... man denke hier an die     
$$ oben erwähnten Elche!)... grrrr,                
$$ wenn mir auch nur EINER dieser üblen Phrasen-   
$$ drescher(innen) zu-fällig "zwischen die Pfoten  
$$ gerät", dann ist er KRANKENHOUSEREIF...         
$$ mein Ehrenwort drauff!                               
$$ - ER  ROFESSO(H)R     © 1996 by Rue De Guerre       
$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$

[Teil 1] [Teil 2] [Teil 4] [Teil 5] [Ambient]